Unser heutiger Ausflug führt uns über Svanike und Nexö zum Südstrand der Insel. Heute ist aber auch was los auf den Straßen. Autos über Autos kommen uns entgegen und hinter mir fährt mittlerweile auch eine Kolonne. Vielleicht liegt es daran, dass ich so langsam fahre, es überholt trotzdem niemand. Plötzlich biegen alle! nach links auf einen Parkplatz ab, entgegenkommende natürlich rechts und die Straße ist wieder frei. Dann lesen wir die Schilder, Flohmarkt mit Musik und Futterei. Irgendwie feiern die Dänen heute Sommerschluss. Auch gilt ab morgen der Winterfahrplan für die Busse. Genauso werden wir auch in Svaneke empfangen. Mit Musik,Trödelmarkt und Tag der offenen Türen. Einfach nur grandios. Aber nicht nur der Empfang, sondern auch das Flair im allgemeinen. Niedliche toll dekorierte Geschäftchen und eine offene Glasbläserei. Die hat uns am meisten beeindruckt. Live konnten wir mit ansehen, wie einmalige Lampenschirme und Vasen geblasen werden. Kunst entsteht aus einem Glühenden Glasklumpen. Svaneke erklären wir zu unserem Lieblingsstädtchen. Hier hat es uns am besten gefallen. Nexö, unser Stop auf dem Weg zum Südstrand Dueödde, ist eher nichtssägend. Der Hafen ist einigermaßen groß, Fährverkehr und Fischer haben ebenso ihre Becken, wie Segler und Motorboote. Der Hafen ist größer als Hasle, aber weniger einladend. Auch hier wird an jeder Ecke Jazz gespielt und Feierstimmung zelebriert. Uns berührt das hier aber recht wenig. Vielleicht waren wir auch zu überwältigt von Svaneke. Der Hauptgrund des Stopps besteht aber darin Bushaltestelle und Angelkutter zu suchen. Niki und Kerstin wollen morgen eine Angeltour unternehmen und unsere Nahrung sichern. Na mal sehen, ob wir in den nächsten tagen hungern müssen. Im Hafen angekommen sehen wir gerade noch die „Fortuna“ auslaufen. Skipper Daniel hat seinen Kutter gut besetzt. Wir können nur noch winken und weiter zum wohl feinsten Sandstrand Europas zu fahren. Nur von einem Waldstreifen abgetrennt verläuft die Küstenstraße. Dahinter tut sich richtig was auf. Wirklich feiner Sand und fast schneeweiss. Wir sind total fasziniert. Dieser sehr breite Sandstrand erstreckt sich über etliche Kilometer. Die wenigen Menschen, die wir auf unserem Spaziergang treffen verteilen sich und fallen gar nicht auf. Hier machen wohl die meisten Deutschen Urlaub. Auf dem Weg zur Raja kommen uns wieder viele Autos entgegen. “Bettenwechsel“ auf Bornholm. Eine Fähre ist wohl gerade in Rönne angelandet. Wir tanken unseren Kleinbus voll. 20 l gehen nach 150 gefahrenen km rein, na da hat wohl der Vorgänger ein bisschen gemogelt mit dem volltanken. Bezahlt wird in Dänemark an den meisten Stellen mit Kreditkarte. Für mich ist es unglaublich, wie man hier mit diesem Zahlungsmittel umgeht. Ich meine in Skandinavien allgemein. Es gibt jetzt schon an den Kassen Lesegeräte, bei denen man die Kreditkarte nur noch kurz ranhält und schwups- ist bezahlt. Ich verliere mein Geld sozusagen im vorbei gehen. Geplant ist die Zahlung nur mit Smartphone. Ob das alles wirklich gut ist, auch die Bestrebungen Bargeld ganz abzuschaffen, wage ich zu bezweifeln. Pünktlich wird unser Kleinbus wieder am Schiff abgeholt. Sehr zuverlässig, was wir bisher erlebt haben.